Noch mehr Musik: Excursiones Polares
22 Feb
Gestern war ein großer Tag: Die super-tolle und bald ganz erfolgreiche Band Excursiones Polares stellte gestern ihr erstes Album “Grandes Exitos” in Buenos Aires vor. Und was soll ich sagen – es war toll. Der Club war voll, die Stimmung toll und die Band wie immer subba! Ich hab versucht Fotos zu schießen, aber das war wenig erfolgreich. Dafür hab ich zwei Bilder von Claire geklaut:
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Auf www.excursionespolares.com.ar könnt ihr euch das Album komplett anhören. Meine Favoriten: “De moda” und “Singular/regular”. Und wer ein Album kaufen möchte – sagt mir bescheid, ich hab gute Connections. ;)

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Bradbury und Singular/regular gefallen mir am Besten. Sind aber für deutsche Ohren doch etwas ungewohnte Klänge. Die Musik stell ich mir ideal vor für eine lange Fahrt durch Patagonien. Dürfte in Kombination mit der gewaltigen Landschaft eine tolle Stimmung erzeugen.
Hallo Volker, was meinst du denn mit “für deutsche Ohren doch etwas ungewohnte Klänge”? Die Frage kommt vom Gitarristen der Band, dem ich von deinem Kommentar erzählt habe. Jetz ist er natürlich neugierig, schliesslich wollen die Jungens bei ihrer Tour of the Universe auch in Deutschland Halt machen. ;-)
Mandy, mir persönlich gefällt die Musik, aber es ist halt nicht das, was hier gewöhnlich im Radio oder in den Charts läuft, zumindest so weit ich das beurteilen kann. Ich hab mir mal die live Version von “Bradbury” und danach die Studioversion angehört und höre da kaum einen Unterschied. Scheint so, als wenn die Jungs einfach mit ihren Instrumenten ins Studio gegangen wären und die Aufnahme ohne zusätzliche Studiomusiker und vor allem ohne irgendwelche “elektronische Hilfe” und Effekte aufgenommen hätten.
Klingt trotzdem gut, aber ich weiß nicht, ob das heute bei dem ganzen mainstream Pop üblich ist.
Für meine Ohren ist das ausgesprochen schöner Rock-Pop. Für deutsche Ohren klingt es vielleicht deshalb ungewöhnlich, weil richtige Gitarren-Bands schon seit Jahren kaum im Mainstream-Radio vorkommen. Anders in Spanien: Dort sind Gitarren-Bands wie El Canto de Loco extrem angesagt, “Peter Pan” etwa dudelt seit mindestens einem halben Jahr durch alle Kanäle.
Vielleicht liegt es auch einfach an der spanischen Sprache, dass südamerikanische und spanische Interpreten in Deutschland kaum vorkommen. Songs wie z.B. Lo hare por ti oder Y yo sigo aqui von Paulina Rubio bringen doch eigentlich alles mit, um auch die europäischen Charts zu stürmen. Sogar die Videoclips mit einem ordentlichen Spritzer Sex sollten für die Viva- und MTV-Generation bestens geeignet sein. Trotzdem hört man in Deutschland nichts von diesen Künstlern.
Ok, fuer den Mainstream sind diese Klaenge vielleicht nicht geeignet, aber das ist meines Wissens auch nicht das Ziel der Band. In Argentinien gibt es unzaehlige dieser kleinen Indie-Bands, die ihren Bekanntheitsgrad durch Liveauftritte erhoehen und dann mit etwas Glueck einen Plattenvertrag bekommen. Das schlimme hier ist, dass inzwischen die meisten Clubs in Buenos Aires (City) Geld von den Bands verlangen, wenn diese dort ein Konzert spielen wollen. Und fuer noch relativ unbekannte Bands ist das ein Risiko, weil die Kosten evtl. nicht gedeckt werden koennen. Auf der anderen Seite wird Kultur im Allgemeinen von der Stadt sehr unterstuetzt, es gibt viele kostenlose Events, wo man neue Musik entdecken kann.
Schau mer mal, ich bin optimistisch was Excursiones Polares angeht! Die Jungs schicken mom. einige CDs zu Radiostationen und bringen sie zu ein paar Musiklaeden. Mal schauen, was passiert. :)
Vor der Deutschlandtour würd ich mal ne CD ans 1live schicken. Da gibt´s (oder es gab) auch eine Sendung, in der völlig unbekannte (aber interessante) Songs vorgestellt werden. Und “Bradbury” könnte ich mir da gut vorstellen, das Lied geht nämlich “ins Ohr”.
Volker, das mit 1live klingt ja spannend. Gut Idee! Werde ich mal vorschlagen. Mal schauen. :)