Urlaubserinnerungen Teil 2: Bolivien
7 Dec
Weiter geht’s mit Urlaubserinnerungen! Inzwischen sind wir im Jeep durch Bolivien unterwegs, gemeinsam mit 4 Mitreisenden im Jeep. Sehr lustige und nette Truppe, und ein sehr netter (und gutaussehender und goldiger und sowieso und überhaupt ein ganz schnuckeliger… ;) Fahrer. Wir sind auf dem Weg zum Salar de Uyuni, die größte Salzwüste der Welt heißt es. Auf dem Weg – der drei Tage dauern soll – sehen wir unglaublich schöne Landschaften, Lagunen, Flamingos, riesige Kakteen, baden in heißen Quellen.
Die erste Nacht haben wir dann in einem recht einfachen Hotel verbracht – alle sechs zusammen in einem Zimmer. Das war wohl auch gut so, denn draußen sollten es nachts bis zu -20°C werden. Also haben wir uns gut eingepackt und uns warme Gedanken gemacht. Am zweiten Abend sind wir in einem Hotel namens “El Porteño” abgestiegen – ein Hotel aus Salz! Die Wände, Tische, Stühle, Betten – alles aus Salz. Ich hab mal kurz vom Salz probiert, ob das auch wirklich Salz ist. Ja, ist es! :)
[caption id="" align="aligncenter" width="350" caption="Salzhotel "El Porteño" in Bolivien"
Und an Tag drei ging es dann ab zum Salar de Uyuni. Irre!! Da ist halt einfach mal nur Salz, soweit das Auge reicht! Ok, es gibt auch eine Kaktus-Insel, irgendwann trifft man noch auf ein kleines Hotel, aber sonst nix. Man sieht im Horizont ein paar Berge, aber die kommen einfach nicht näher… man fährt immer geradeaus, ewig… und nix ändert sich. Sehr beeindruckend! Und das obwohl es nur Salz war. ;-)
Zum Abschluss der Tour fuhren wir noch zu einem Cementerio de Trenes – einem Friedhof für Züge – nahe der Stadt Uyuni. Da stehen nun einfach mal ein ganzer Haufen alte, verrostete Züge – oder das was von denen noch übrig geblieben ist – in der Landschaft rum.
Das Zugnetz in Bolivien ist ja recht spärlich ausgebaut. Wir sind deshalb auf unserem Weg nach La Paz mit dem Zug später nur bis nach Oruro gekommen, weil dort die Zugstrecke einfach mal endet. Dafür haben wir den Tag in Oruro genutzt, um uns nach den drei Tagen Jeeptour mal wieder etwas zu entspannen – und das ganze wollten wir sehr gerne in einem etwas besseren Hotel machen, man gönnt sich ja sonst nix. :) Der Portier des ersten Hotels hat uns etwas skeptisch beäugt und nach kurzem Zögern und Blättern in seinem Büchlein verkündet, dass alles ausgebucht sei. Hmm, nun ja, wir sahen schon etwas zerstört aus, verstaubt, verschwitzt, einfach fertig… das passte wohl nicht so recht ins Hotel. Aber immerhin hat er uns ein anderes Hotel empfohlen, wo wir auch freundlich aufgenommen wurden. Den Tag haben wir dann fast verschlafen… abends gings nur mal kurz raus zum Essen.
[caption id="" align="aligncenter" width="350" caption="Anfahrt auf La Paz, Bolivien"
Am nächsten Tag ging es weiter nach La Paz. Die Anfahrt auf die Stadt ist schon sehr beeindruckend! Die Stadt selbst hat mir irgendwie nicht so doll gefallen, es war einfach zu laut, zu eng, zu dreckig… da wollte ich schnell wieder weg. Wir haben dann den Tag mit Shopping und ein wenig Sightseeing verbracht, um dann am nächsten Tag weiter nach Copacabana am Titikakasee weiter zu fahren in der Hoffnung auf frische Luft und wengier Menschen. :)
Mit Bus & Fähre ging es am nächsten Tag also nach Copacabana (nicht zu verwechseln mit Copacabana in Brasilien bitte!), ein kleines Städtchen am Titikakasee. Schön, ruhig, tolle Landschaft… Zwei Tage haben wir auf der Isla del Sol im Titikakasee verbracht und sind wie verrückt Berge hoch und runter gekraxelt. Das war super-anstrengend! Der See liegt auf ca. 4.000m Höhe, und dann noch (bei nicht vorhandener Kondition) über so fiese Wanderpfade stapfen war echt ne Herausforderung! Aber wir habens geschafft! Geschlafen haben wir in einem recht neuen Hostel – mit Kerzenlicht, weil der Strom scheinbar noch nicht funktionierte. Das Essen war lecker, die Leute super nett. Nur eins war doof: Jacqui’s iPod wurde dort wohl von irgendwem geklaut. Grrrrr!
Nach unserer Zeit in Copacabana ging die Reise weiter nach Cuzco in Peru. Abenteuerliche Busfahrt… Fortsetzung folgt.
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