Urlaubserinnerungen Teil 1: Argentinien & Chile
28 Nov
Soooo, seit einer Woche ist unser Superduper-Urlaub nun schon wieder vorbei, ich bruzel wieder in Buenos Aires bei 40°C vor mich hin und Jacqui bibbert bei winterlichen Temperaturen in Bonn. Und wir zehren von den Erinnerungen…
Los ging unsere Reise von Buenos Aires in einem eigentlich 20-stündigen Bustripp in den Norden Argentiniens, nach Salta. Im Bus wurden wir nett mit 80s/90s Musikvideos unterhalten, bekamen lecker Essen und auch Vino… so ging’s gut voran. Bis irgendwann ein Reifen platzte. Da standen wir nun mitten im Nirgendwo morgens um 6 Uhr und mussten über eine Stunde auf die Weiterfahrt warten. Wir durften den Bus nicht verlassen, statt dessen nur den Fahrern beim Rauchen und Diskutieren zuschauen.
Naja, irgendwann sind wir dann doch in Salta gelandet, hatten ein nettes kleines Hostel gefunden und haben uns die Stadt mal von oben angeschaut, indem wir mit der Seilbahn auf einen nahegelegenen Berg gefahren sind. Anschließend dachten wir, sind wir mal sportlich und wandern den Berg wieder herunter. Bis wir irgendwann feststellten, dass wir eine Abzweigung wohl verpasst hatten und so landeten wir am Ortseingang, am anderen Ende von Salta. Das war dann eine etwas längere Wanderung als geplant, aber nun ja, so sieht man halt auch mal was von der Stadt. :)
[caption id="" align="aligncenter" width="350" caption="Auf dem Weg von Salta nach Cafayate"
Am nächsten Tag haben wir dann einen Ausflug nach Cafayate gemacht, ein kleines Städtchen bekannt für seine leckeren Weine, die wir auch fast alle probiert haben auf drei verschiedenen Bodegas. Auf dem Weg dorthin sind wir durch wunderschöne Landschaften gefahren, haben unglaubliche Sachen gesehen (die Titanic, einen Frosch, ein Amphitheater, Mönche, eine Schwiegermutter… alles Steinformationen in der Landschaft). Unser Guide hat uns auf der Fahrt noch die Handhabung der Coca-Blätter erklärt. Die werden in dieser Gegend von vielen Leuten wie Kautabak in den Mund gestopft und sollen u.a. bei Problemen mit der Höhe helfen. Wir haben mal probiert, war ganz interessant. Aber dauernd so nen Batzen grüne Coca-Pampe in der Backe ist schon Gewöhnungssache. Ich bin später irgendwann auf Coca-Tee und -Bonbons umgestiegen.
An unserem letzten Abend in Salta haben wir es uns mit leckeren Empanada und Rotwein im Hostel am (zu kalten) Pool gemütlich gemacht und über die nächsten Tage unserer Reise nachgedacht, das Reisetagebuch (offline – aus Papier!) vollgeschrieben und sind dann bald ins Bett verschwunden, weil es am nächsten Tag wieder früh raus ging – weiter nach Jujuy. Dort haben wir uns vor Ort ein Hostel gesucht und ein wirklich nettes Häuschen gefunden für eine Nacht. Anschliessend haben wir uns die Stadt ein wenig angeschaut, Kaffee getrunken und Fotos geknipst. Jujuy ist eine wirklich schöne kleine Stadt im Norden Argentiniens, leider sind wir nur einen Tag dort geblieben um direkt weiter nach San Pedro de Atacama in Chile zu düsen.
Ok, von “düsen” kann keine Rede sein, denn auf der Fahrt wurden wir schon wieder aufgehalten – dieses mal von einem Baustellenfahrzeug, dass sich total bekloppt auf die Strasse geparkt hatte. Das dauerte fast eine Stunde, bis wir da durch waren. Und dann ging die Reise ab in die Höhe. Der Grenzübergang zu Chile lag bei 4.200m, es war kalt und ein kräftiger Wind wehte uns um die Ohren, als wir – trotz angehender Zweifel – uns versuchten eine Zigarette anzuzünden. Trotz weicher Knie in der Höhe hat die Lunge noch gut funktioniert. ;)
Bei der Ankunft in San Pedro de Atacama mussten wurde unser Gepäck (übrigens das einzige Mal während der gesamten Reise) sehr genau durchsucht. Da man nach Chile quasi nix einführen darf, sind sie da auch sehr genau. Dennoch haben sie das Päckchen Mate in meinem Rucksack nicht entdeckt. Ha! Direkt nachdem wir ein paar Strassenecken in Richtung “Zentrum” gelaufen waren, fing uns ein lustiger Typ aufm Radel ab und schleifte uns in das Hostel, für das er arbeitet. Der Preis stimmte, die Zimmer waren in Ordnung, es gab sogar kostenlos Internetzugang, die Duschen waren warm… nur war es dort etwas wie im Kindergarten. Alles war verboten (Kamera aufladen – nein! USB-Stick in den Computer stecken – nein!).
San Pedro de Atacama ist eine kleine sehr schöne Stadt im Norden von Chile, nahe der Atacamawüste. Sehr touristisch natürlich, aber wirklich symphatisch. Das einzige Problem war irgendwann die nicht mehr funktionierenden Geldautomaten (die einzigen 2 der ganzen Stadt). Wir waren plötzlich ganz arm und konnten uns grad noch was zu essen kaufen von dem Rest im Geldbeutel. Nach ewigem Hin- und Hergrübeln nach Alternativen kamen wir auf die Idee, einen Touranbieter zu fragen, ob er uns Bargeld geben kann und den Betrag von der Kreditkarte bucht. Letztendlich hat der nette Herr, bei dem wir eine Tour ins Valle de la Luna gebucht hatten, dieses Meisterwerk der Geldbeschaffung verstanden und nach kurzem Zögern dann zu unserem Glück durchgeführt. Wir waren wieder flüssig und konnten noch ein paar notwendige Sachen für die Jeeptour zum Salar de Uyuni (Bolivien) kaufen.
[caption id="" align="aligncenter" width="350" caption="Valle de la Luna, Chile"
Am Abend des zweiten Tages sind wir dann zum Valle de la Luna (Moon Valley) gefahren mit einer Tour und dort durch strange Landschaften gestapft, eine Düne runtergelaufen / gerannt / gehüpft und haben uns Abends einen schönen Sonnenuntergang an geschaut. Und am nächsten Tag starteten wir ins grosse Abendteuer: 3 Tage Jeeptour durch Bolivien zum Salar de Uyuni! Fortsetzung folgt. :)
Viiele Fotos Fotos Fotos mehr!
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