Hay mucho tráfico en Buenos Aires!

8 Dec

Damit ihr lieben Leser auch mal etwas mehr über Buenos Aires erfahrt und nicht nur so langweiliges Zeug über meinen Alltag lesen müsst, kommen hier mal ein paar Fakten, die mich die letzten Tage beschäftigt haben. Als erstes der Straßenverkehr! Tag und Nacht und überall… deshalb hier ein paar Infos:

3 Millionen Einwohner leben hier (im Stadtkern, der Ballungsraum Gran Buenos Aires umfasst ca. 11 Mio.!). Jeden Tag pendeln ca. 9 Mio. Menschen in die Stadt zur Arbeit! Unglaublich, keine Ahnung wie die da alle reinpassen. ;)
Der öffentliche Nahverkehr besteht zum größten Teil aus alten Diesel-Bussen, die neben Lärm und Gestank auch viel Stau verursachen. Die Kosten belaufen sich auf 0,80 Pesos pro Fahrt, also fast nix… Dazu kommt das U-Bahn-Netz, welches zurzeit von der Stadt weiter ausgebaut wird. Die U-Bahn (Subte) wurde 1913 eröffnet, ist also die älteste Lateinamerikas. Eine Fahrt kostet 0,70 Pesos, damit kann man das ganze Streckennetz abfahren – solange man die Schranken an den Stationen nicht verlässt. Beides also sehr preiswerte Fortbewegungsmittel. Das U-Bahn-Netz ist auch recht leicht zu durchschauen, man findet sich schnell zurecht. Bei den Bussen (Colectivos) sieht das schon ganz anders aus! Ich habe eben mal nachgezählt in meinem kleinen “Guia T” – es gibt 309 Buslinien hier! Und da man die nicht alle hübsch bunt auf eine Stadtkarte aufzeichnen kann, weiß man als Neuling nicht, wo die Linien genau langfahren. Das heißt man muss vorher in dem schlauen Büchlein schauen, wo man hinwill und welche Linien dort halten. Wenn man Glück hat, fährt eine Linie direkt, ansonsten muss man schauen, wo man umsteigen muss etc. Also so ganz hab ich’s noch nicht durchschaut, aber ich arbeite dran!

Eine andere Alternative hier sind Taxis – es gibt ganze 38.400 Stück davon (in New York sind es nur ca. 12.000). Aber trotzdem muss man (wie ich und Alejandro gestern abend) manchmal recht lange warten, bis ein freies Taxi um die Ecke geschossen kommt. Sie sind auch relativ preiswert (3,10 Pesos pro Fahrtantritt + 0,31 Pesos pro 200m oder pro Min. Wartezeit… ca.). Die Fahrer die ich bisher erwischt habe, waren alle sehr nett. Gerade nachts ist dies eine sichere Methode um schnell nach Hause zu kommen. Aber man sollte hier wiederum nicht jedes Taxi nehmen, die meisten raten nur auf “Radio-Taxi” zu setzen, weil diese Fahrer eine Prüfung bei der Stadt ablegen mussten und somit eine offizielle Lizenz haben. Andere fahren privat, verlangen andere Preise oder fahren einen womöglich nicht dahin, wohin man gern möchte… Wer weiß. ;)

Bei dem derzeit sehr schönen Wetter bleibt die Alternative des Fußmarschs durch die Stadt nicht aus. Ich bin die letzten Tage sehr viel durch die Stadt gelaufen, vor allem um eine gute Orientierung für die Umgebung zu bekommen. Die Straßen sind im Schachbrettmuster angeordnet, was der Orientierung sehr zugute kommt. :) Bei Fragen nach dem Weg heißt es dann meist sowas wie “4 Cuadras geradeaus, dann links 3 Cuadras…”.

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